Interview Alter Bizarrer Bahnhof - Tom Stahl

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Toms Interview im Januar 2019
Mit Svetlana und Kolja vom alter bizarrer Bahnhof


 Location: 47167 Duisburg-Neumühl, Germany

Tel.: +49 (0)0203 580302


Vorwort: Das Interview hat Sven mit Svetlana und Dominus.Berlin geführt!

Der Alte Bizarre Bahnhof befindet sich in einem über 100 Jahre alten Backstein-Bahnhofsgebäude. Beim Betreten des alten bizarren Bahnhof in Duisburg steht man als erstes in einem schönen Flur mit einer großen weissen Treppe, der mit viel blauem Licht erhellt wird. Ein schöner Duft von Räucherstäbchen gemischt mit frischen Blumen liegt in der Luft. Eine attraktive Frau ende 30 in einem aufreizenden und geschmackvollen Outfit führt mich in einen Empfangsraum. Der Raum pendelt atmosphärisch zwischen Nostalgie und Luxus sowie Sinnnlichkeit und knallhartem BDSM.

Mir fällt auf, dass die Möbel schön, aber nicht protzig sind. Keine Labels oder Superlativen. Finde ich passend zum Ruhrgebiet und ansprechend, weil es persönlicher wirkt. Herein kommen lächelnd Svetlana und Kolja (der Dominus.Berlin, der bereits seit einigen Jahren bei uns gelistet ist). Beide schön zurecht gemacht, aber auch dort keine protzigen Labels in Sicht.

Ganz normale Leute halt.

Sven: „Ihr seid bestimmt ein Paar?“ frage ich indiskret gleich nach der Begrüßung, obwohl ich die Geschichte des Dominus ja schon kenne. Aber sie sehen beide zusammen irgendwie sehr kompatibel aus. Beide Lachen.
Kolja: „Nein, wir kommen aber so gut zusammen klar wie wir zusammen aussehen. Aber wir sprengen noch weitere Klischees, denn Svetlana praktiziert gar nicht als Domina obwohl sie den Job der BDSM-Studioleitung schon seit über 12 Jahren macht. Das ist schon untypisch.
Svetlana unterbricht ihn: „… und ein hauptberuflicher und zeitgleich erfolgreicher männlicher Dominus ist auch sehr selten. Also ich hab sowas vorher noch nicht erlebt. Aber er macht das wirklich mit viel Leidenschaft und seine Herren und Damen finden sich immer wieder hier im Empfangsraum ein.“ Kolja lächelt etwas verlegen und stubst sie in die Seite: „is gut jetzt, darum gehts heute nicht.“
Sven: Natürlich geht es darum, denke ich mir, denn die Leitung ist die Seele des Hauses. Ist eine Studioleitung launisch oder überfordert, dann entsteht schnell Frust im Team. Die beiden hier machen einen sehr beständigen und lebensbejahenden Eindruck.

Sven: „Wie ist der Alte Bizarre Bahnhof (ABB) denn zu charakterisieren?“
Kolja: „Der Laden ist allein dadurch dass er schon so lange erfolgreich besteht als Marke im Ruhrgebiet etabliert. Das optische Erscheinungsbild hat viel Charme, da macht es nichts, wenn es an ein paar Stellen in die Jahre gekommen ist, denn entscheidender für das Thema BDSM sind die vielfältigen Möglichkeiten und Themen die in einem dutzend Zimmern bespielt werden können. Das ist wirklich einzigartig. Ich glaube, dass es den Gästen egal ist, ob sie eine Villeroy & Boch Kloschüssel vorfinden oder nicht. Es bedarf zwar eines mit Atmosphäre angefüllten Raumes sowie ein kreativen Spielzeugen für eine gelungene BDSM Sitzung, aber im wesentlichen zählen die Einwohner. Fühlen die sich wohl, dann überträgt sich das auf die jeweilige Session und es läuft. Unsere Philosophie im ABB: Fairness, Spaß und Ehrlichkeit zueinander.
Svetlana: „Bei uns ist einfach jeder willkommen. Ob Bizarrlady, unberührbare Domina, alle Versionen von Mischgeschlechtern, Master, Dominus, jegliche sexuelle Ausrichtung oder sonstige Beschlafwütige. In der Regel ist bei uns jemand erfolgreich, der etwas im BDSM Bereich anbietet und auf seine Kunden eingehen kann. Aber man kann sich ja auch einfach mal hier austesten.“

Sven:  „Austesten? Wie geht das?“
Kolja: „Na, wenn dein Gast nicht kommt, dann musst Du auch nichts an uns bezahlen - Punkt. Unsere Teammitglieder können bei uns auch kostenlos Fotos machen. Nur wenn Du wirklich einen der dutzend Themenräume nutzt, dann bekommt der ABB eine Raummiete.

Sven:  „Da gibt man dann die Hälfte ab, oder?“
Kolja: „Es gibt die klassischen Modelle mit prozentualer Abgabe aber wir bieten eben auch an, einfach die Räume anzumieten. Wer seine eigenen Klienten mitbringt, der zahlt für eine Einstundenutzung 60€, für eine Zwei-Stunden-Session 100€ oder eben ab drei Stunden 150€ und kann den ganzen Tag Klienten bei uns empfangen. Das ist dann sozusagen eine Flatrate, denn man kann dann die Räume und alles was da ist nutzen so wie es grade geschäftlich passt - basta. Keine Wochenend-, Morning oder Sonstwas-Tarife. Und vor allem keine Mindestabnahme. “

Sven: „Das ist schon sehr günstig. warum?“
Kolja: „Ach, es müssen mehr gute Sexarbeiterplätze entstehen. Man muss nicht immer das Maximum aus allem herausholen. Klar könnte man mehr verlangen, weil ja auch viel Umsatz generiert wird, aber das Studio ist auch mit diesem System wirtschaftlich gut aufgestellt. Es ist zudem nicht fair, dass ein Studio Raummiete einfordert auch wenn der Klient der Kollegin abgesagt hat. Ich finde hinter jeder Rechnung sollte auch eine Leistung stehen und nicht nur ein blöder Knebelvertrag.“
Svetlana: „Inklusive sind auch Standard-Spielzeuge also Peitschen, Masken, Masturbatoren oder aber sowas wie z.B elektr. Flaschenzug, Stroboskoblichter. Natürlich auch Verbrauchsmaterial (zB Kondome, Gleitmittel, Handtücher) aber auch Latexhandschuhe, Nadeln usw. Die sollen hier alle frei spielen, Spaß dabei haben und nicht bei jeden Handschlag noch mal 3,50€ abdrücken müssen. Man kann also einfach herkommen ohne alles mitschleppen zu müssen, sich umziehen und losspielen. Wir haben alles da. Wir möchten nur die Räume und die Spielzeuge gereinigt zurück bekommen. Bei uns ist immer alles sauber!
Kolja unterbricht lächelnd: „Ja, das ist Svetlana sehr wichtig. Ist verständlich, aber in der Praxis kommt es auch mal vor, dass man was übersieht.“
Svetlana: „Na ja, bis jetzt habe ich hier ja noch keinem den Kopf abgerissen, oder?“
Kolja frötzelnd: „ja, ...bis jetzt...!“ Sie kneift ihn darauf hin in die Seite und beide lachen.

Sven: „Wie teilt ihr Euch Eure Arbeit auf?“
Svetlana: „Als Inhaberin bin ich natürlich für das operative Geschäft zuständig und bin auch durchgängig präsent. Kolja kümmert sich um alles rund um das Thema Marketing. Er ist ja auch gelernter Werbekaufmann. Die Damen aus dem Team mögen ihn irgendwie alle und sprechen immer wieder mit ihm Sachen ab in punkto Werbung.

Sven:  „Wie sieht Eure Zukunft aus?“
Svetlana: „Da muss ich erst über die Vergangenheit sprechen, denn das neue ProSchGesetz hat schon zu großen Verwerfungen geführt. Viele, die teilweise seit Jahren schon in diesem Geschäft tätig waren, wollten sich nicht zusätzlich anmelden und ihre Daten weitergeben und sich somit gegenüber der Stadtverwaltung „outen“ und haben so Ihre Tätigkeit eingestellt. Das war schon sehr schmerzhaft. Aber mit dem neuen Konzept von Kolja haben wir jetzt wieder ein tolles Team zusammen.
Kolja: „Ja, aber wir haben noch genug Platz. Wir sind ja das größte Studio im Ruhrgebiet mit unseren 750 qm. Da passen noch einige rein. Also, einfach mal anrufen oder Mail senden an Vermietung@alter-bizarrer-bahnhof.de
Svetlana: „Ja, gern immer mehr Leute - gern von überall. Das macht es immer spannend und beschert tolle Inspirationen für alle.

Sven: Ich bedanke mich für das Interview
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